In Industrieanlagen hat die Wasserqualität einen erheblichen Einfluss auf die Produktionsleistung und die Lebensdauer der Anlagen. Seit vielen Jahren werden in der Wasseraufbereitungsbranche Quarzsandfilter weit verbreitet eingesetzt, und diese Methode ist nach wie vor eine grundlegende Lösung für zahlreiche Prozesse. Heute jedoch treten Glasfiltrationssysteme im Zuge der sich weiterentwickelnden technologischen Möglichkeiten und der Nachhaltigkeitsziele von Unternehmen als starke Alternative für industrielle Wasseraufbereitungsprozesse in den Vordergrund.

Diese Systeme bieten im Vergleich zu herkömmlichen Sandfiltern verschiedene betriebliche Vorteile und tragen nicht nur zur Wasserfilterung bei, sondern helfen Unternehmen auch dabei, ihren Wasser-, Energie- und Chemikalienverbrauch zu optimieren.

Was sind Glasfiltersysteme?

Glasfiltersysteme sind hochmoderne Sediment- und Partikelfiltersysteme, bei denen in industriellen Wasseraufbereitungsprozessen anstelle von herkömmlichem Quarzsand speziell aufbereitete und aktivierte recycelte Glasgranulate (aktives Glasmedium) zum Einsatz kommen.

Die in diesen Systemen verwendeten Gläser sind keine gewöhnlichen Glasscheiben. Sie durchlaufen einen speziellen thermischen und chemischen Prozess, durch den ihre Oberfläche vergrößert und elektrostatisch negativ aufgeladen wird. Diese „aktive“ Struktur sorgt dafür, dass das Glas nicht nur als physikalischer Filter fungiert, sondern auch wie ein Magnet wirkt, der sehr kleine, im Wasser schwebende Partikel anzieht.

Die Unterschiede zu herkömmlichen Sandfiltern sind folgende:

Verhindert die Bildung von Biofilmen

Die größte Schwäche von Sandfiltern besteht darin, dass sie die Bildung einer „Biofilm“-Schicht zulassen, die einen idealen Nährboden für die Vermehrung von Bakterien darstellt. Die Bakterien umhüllen die Sandkörner und führen so zu Verklumpungen und Kanalisierungen. Dies bedeutet, dass der Filter seine Funktion verliert. Glasfiltersysteme hingegen verhindern dank ihrer glatten und chemisch aktiven Oberfläche zu fast 100 % das Anhaften von Bakterien und die Bildung von Biofilmen. Das Wasser bleibt stets hygienisch.

Hält noch feinere Partikel und organische Stoffe zurück

Während ein gewöhnlicher Sandfilter Wasser nur auf eine Partikelgröße von 20 bis 40 Mikrometer filtern kann, filtert Aktivglas das Wasser bis auf 1 Mikrometer. Dank seiner negativ geladenen Oberfläche bindet es Eisen, Mangan und feine organische Stoffe durch elektrostatische Anziehungskräfte. Das Ergebnis ist kristallklares, hochwertiges Wasser.

Effizientere Regeneration

Industriefilter müssen regelmäßig rückgespült (regeneriert) werden. Da Sand schwer ist, werden beim Rückspülen viel Wasser und Druck (Energie) verbraucht. Glas hat ein geringeres spezifisches Gewicht als Sand. Dadurch verkürzt sich die Rückspülzeit um die Hälfte, und die Menge des verbrauchten Abwassers sinkt um 50 %.

Die Wahl für eine längere Lebensdauer

Das Filtermedium von Sandfiltern nutzt sich mit der Zeit ab, verliert seine Form oder verfestigt sich; es muss in der Regel alle 2–3 Jahre ausgetauscht werden. Aktivglas hingegen ist äußerst widerstandsfähig gegen Abrieb und Chemikalien. Dadurch verlängert sich seine Lebensdauer auf etwa 5 Jahre.

Anwendungsbereiche der Glasfiltration in der Industrie

Dank ihrer hohen Effizienz werden Glasfiltersysteme in einer Vielzahl von industriellen Anwendungen zuverlässig eingesetzt:

  • Umkehrosmose-Vorbehandlung: Schützt die RO-Membranen optimal vor Verstopfungen und verlängert deren Lebensdauer.
  • Kühlturmwasser: Verhindert Algenbildung und Ablagerungen in den Kühltürmen.
  • Lebensmittel- und Getränkeindustrie: Wird zur Aufbereitung von Prozesswasser verwendet, das hohe Hygienestandards erfordert.
  • Abwasserrückgewinnung: Sorgt für eine Feinfiltration bei der Wiederverwendung von gereinigtem Abwasser.
  • Landwirtschaft und Gewächshausanwendungen: Sorgt für eine einwandfreie Wasserqualität, die Verstopfungen in Tropfbewässerungssystemen verhindert.

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