Die rasche Erschöpfung der Wasserressourcen und steigende Kosten haben Unternehmen und Hausbesitzer dazu veranlasst, nach alternativen Lösungen zu suchen. In diesem Zusammenhang erweisen sich Grauwasseraufbereitungssysteme als eine der wirksamsten Methoden, sowohl im Hinblick auf ökologische Nachhaltigkeit als auch auf wirtschaftliche Einsparungen.
Ein Großteil des Wassers, das Sie zu Hause oder in Ihrem Unternehmen verbrauchen, ist eigentlich kein „Abwasser“, sondern eine wiederverwendbare Ressource. Durch die Grauwasserrückgewinnung wird dieses Potenzial ausgeschöpft, wodurch Sie Ihren Wasser-Fußabdruck verringern können.
Was ist Grauwasser? Warum ist es wertvoll?
Haushaltsabwässer werden je nach Schadstoffbelastung in zwei Kategorien unterteilt:
- Schwarzwasser: Abwasser aus Toiletten, das stark verschmutzt ist und Krankheitserreger enthält.
- Grauwasser: Wasser aus Duschen, Badewannen, Waschbecken und Waschmaschinen, das weniger Verschmutzungen enthält und leichter wiederverwertet werden kann.
Etwa 50 bis 80 Prozent des in Wohnhäusern und Hotels anfallenden Abwassers besteht aus Grauwasser. Grauwasseraufbereitungssysteme leiten diese enorme Ressource nicht in die Kanalisation, sondern reinigen sie vor Ort und machen sie wieder nutzbar. Dies bedeutet eine Einsparung von bis zu 50 Prozent beim Leitungswasserverbrauch.
Wie funktioniert ein Grauwasser-Rückgewinnungssystem?
Auch wenn die Aufbereitung von Grauwasser im Vergleich zu Schwarzwasser einfacher erscheint, ist modernste Technologie unerlässlich, damit das Wasser geruchsfrei, klar und hygienisch ist. Der Prozess umfasst im Allgemeinen folgende Schritte:
1. Sammlung und Grobfiltration
Das Wasser aus Waschbecken und Duschen wird über eine separate Rohrleitung gesammelt. Es wird durch mechanische Filter geleitet, um Haare, Körperbehaarung und grobe Partikel zurückzuhalten.
2. Biologische Abwasserreinigung (MBR-Technologie)
Das Herzstück der Grauwasseraufbereitung ist das Membranbioreaktorsystem (MBR). In dieser Phase werden die organischen Stoffe, die mit Seifen- und Waschmittelrückständen ins Wasser gelangen, von Mikroorganismen abgebaut. Das MBR-System filtert das Wasser durch mikroskopisch kleine Poren und hält dabei 99 % der Bakterien und Feststoffe zurück.
3. Desinfektion und Lagerung
Damit sich im aufbereiteten Wasser während der Lagerung keine Bakterien bilden, wird es mit UV-Strahlen (Ultraviolett) oder durch Chlordosierung desinfiziert. Nun ist dieses Wasser bereit, in die Reservoirs oder das Bewässerungssystem gepumpt zu werden.
Wo wird Grauwasser verwendet?
Auch wenn aufbereitetes Grauwasser fast die Qualität von „Trinkwasser“ erreicht, darf es gemäß internationalen Standards nicht als Trinkwasser verwendet werden. Es eignet sich jedoch hervorragend für folgende Bereiche:
- Toilettenspülkästen: In einem Hotel oder Büro entfallen etwa 25 % des Wasserverbrauchs auf das Spülwasser. Durch die Verwendung von Grauwasser lassen sich hier Einsparungen beim Leitungswasser erzielen.
- Gartenbewässerung: Aufbereitetes Grauwasser ist für Pflanzen unbedenklich und kann durch seinen Stickstoff- und Phosphorgehalt eine natürliche Düngewirkung entfalten.
- Autowäsche und allgemeine Reinigung: Ideal für Hausverwaltungen oder Einrichtungen.
- Kühltürme: Werden in Industrieanlagen oder Einkaufszentren als Zusatzwasser verwendet.
Handeln Sie für eine nachhaltige Zukunft
Wasser ist die einzige Ressource, die nicht ersetzt werden kann. Grauwasseraufbereitungssysteme sind kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit für die Gebäude der Zukunft.
Gemeinsam mit unserem Ingenieurteam erstellen wir eine Wassernutzungskarte für Ihr Gebäude oder Ihre Anlage und planen das für Sie am besten geeignete Grauwasser-Klärsystem. Wenn Sie Beratung zur Integration in bestehende Gebäude oder für Neubauprojekte wünschen, können Sie unser Formular für eine kostenlose Bestandsaufnahme ausfüllen.
Verschwenden Sie kein Wasser, sondern führen Sie es dem Kreislauf zu.



