Der erste und wichtigste Schritt bei industriellen und gewerblichen Wasseraufbereitungsprozessen ist die physikalische Reinigung des Wassers. Schlamm, Rost, Lehm, Sand und andere grobe Partikel, die natürlicherweise in Brunnen-, Leitungs- oder Oberflächenwasser vorkommen, trüben nicht nur das Wasser, sondern verursachen auch erhebliche Schäden an Rohrleitungen und Maschinen. Das natürlichste, am weitesten verbreitete und zuverlässigste Filtermedium, um diese sichtbaren oder in der Schwebe befindlichen Verunreinigungen im Wasser aufzufangen, sind Quarzsandmineralien.
Diese Mineralien, die in der Natur einen hohen Siliziumdioxidanteil (SiO₂) aufweisen und äußerst abriebfest sind, bilden, wenn sie in bestimmten Schichten in den Klärtanks angeordnet werden, eine hervorragende mechanische Filterbarriere. Quarzsand, der lediglich als physikalisches Sieb fungiert, ohne die chemische Zusammensetzung des Wassers zu verändern, ist der Grundbaustein von Klärsystemen.
Die Funktion von Quarzsand in Wasseraufbereitungsanlagen
Der in mehrschichtigen (Multimedia-)Filterbehältern in verschiedenen Korngrößen eingebrachte Wasseraufbereitungssand übernimmt zwei grundlegende physikalische Reinigungsvorgänge:
Entfernung von Schwebstoffen (TSS) und Trübung
Während das Wasser von der obersten Schicht des Behälters in die unteren Schichten sickert, fließt es durch Schichten aus Sand und Kies unterschiedlicher Größe, etwa 0,5–1,0 mm, 1–2 mm oder 3–5 mm. Grobe Partikel im Wasser und trübungsverursachende Sedimente bleiben physikalisch zwischen diesen Schichten hängen. Am Ausgang erhält man klares, von Sedimenten befreites, sauberes Wasser.
Schutzschild vor der weitergehenden Aufbereitung
Das Quarzbett, das als Vorfilter fungiert, verhindert, dass empfindlichere und teurere Anlagen in Ihrer Anlage – wie Aktivkohle, Wasserenthärtungsharz oder Umkehrosmosemembranen – durch grobe Verunreinigungen verstopft werden. Dadurch werden die Effizienz und die Lebensdauer der gesamten Aufbereitungsanlage verlängert.
Vorteile für den industriellen Einsatz
Ein richtig dimensionierter Sandfilter bietet Mineralstoffbetrieben erhebliche betriebliche Vorteile:
- Natürlich und umweltfreundlich: Enthält keinerlei chemische Zusätze, sondern bildet lediglich eine physikalische Barriere.
- Langlebigkeit: Dank seiner Siliziumdioxid-Struktur löst es sich nicht im Wasser auf und zerfällt nicht.
- Einfache Reinigung (Rückspülung): Der aufgefangene Schlamm und die Ablagerungen werden durch den automatischen Rückspülvorgang des Systems problemlos in den Abfluss geleitet, und das Sandbett erneuert sich von selbst.
Über 30 Jahre Erfahrung und unser professionelles Team
Um bei Sandfiltern eine hohe Leistung zu erzielen, reicht es nicht aus, den Tank einfach nur mit Sand zu befüllen. Je nach Wasserdurchfluss und Verschmutzungsgrad ist es eine präzise hydrotechnische Berechnung, welche Korngröße in welcher Tiefe eingesetzt werden muss – vom Stützkies in der untersten Schicht bis hin zum feinen Sand in der obersten Schicht. Mit unserer über 30-jährigen Erfahrung in der Wasseraufbereitungsbranche planen wir die optimale Schichtaufbau (Multimedia-Filtration) für Ihre Anlage.
Die druckfeste Dimensionierung der Filterbehälter, die Befüllung mit der richtigen Menge an Mineralien und die Einstellung der Geschwindigkeit der automatischen Rückspülung, die den Sand reinigt, werden von unserem professionellen Team mit größter Sorgfalt durchgeführt. Durch die Lieferung von Medien höchster Qualität und unseren regelmäßigen technischen Service stellen wir sicher, dass Ihr Prozess jederzeit vor physikalischen Verunreinigungen geschützt ist.
Um Probleme mit Trübung und Sedimenten in Ihrer Anlage zu beseitigen, können Sie sich gerne an unser Team aus Fachingenieuren wenden.



